Großeinsatz am Achensee: Explosion löst Übungsszenario mit 13 Vermissten aus
„Brand durch Explosion im Gebäude, mehrere Personen vermisst“ , so lautete die Einsatzmeldung zur groß angelegten Abschnittsübung, die vergangenen Samstag am Achensee stattfand. Die Alarmierung erfolgte um 13:58 Uhr.
In diesem Jahr wurde die Übung von der FF Eben am Achensee ausgerichtet. Ziel war es, das Zusammenspiel mehrerer Feuerwehren unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.
Angenommen wurde eine Explosion in der Abbundhalle einer Zimmerei, die in weiterer Folge einen Brand auslöste. Insgesamt galten 13 Personen als vermisst.
Es standen 7 Feuerwehren mit 15 Fahrzeugen und 84 Mann im Einsatz.
Die Einsatzleitung übernahm der Kommandant der Feuerwehr Eben, Daniel Paulitsch, mit Unterstützung des Abschnittskommandanten Achental, Helmut Künig. Im Fokus stand die Menschenrettung: Mehrere Atemschutztrupps waren im Einsatz, um vermisste Personen in der stark verrauchten Halle zu lokalisieren und zu bergen. So musste unter anderem eine unter einem Stapler eingeklemmte Person schonend befreit werden. Zusätzlich galt es, eine Person aus einer Hackmaschine zu retten sowie eine anspruchsvolle Tiefenbergung durchzuführen. Dafür wurde die Feuerwehr Schwaz mit dem SRF eingesetzt. Darüber hinaus mussten Personen vom Dach eines Spänesilos gerettet sowie eine weitere Person aus exponierter Lage geborgen werden. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte dabei von der Feuerwehr Jenbach mit der Teleskopmastbühne. Diese Aufgaben erforderten präzises Arbeiten und ein hohes Maß an Abstimmung zwischen den eingesetzten Kräften.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen wurde eine umfassende Wasserversorgung aufgebaut, um den Brand zu bekämpfen und umliegende Gebäude zu schützen. Aufgrund der Lage wurde zusätzlich die Bezirkszentrale Schwaz nachalarmiert, um die Einsatzleitung zu unterstützen.
Auch das Rote Kreuz war mit 2 Fahrzeugen und 6 Einsatzkräften vor Ort und übernahm die Versorgung der Verletzten.
Unter der Beobachtung des Bezirks-Feuerwehrinspektors Stefan Geisler sowie des Bezirks-Feuerwehrkommandant Stellvertreters Herbert Eibl konnten alle Übungsszenarien erfolgreich abgearbeitet werden. Die Übung bot allen Beteiligten eine wertvolle Möglichkeit, ihr Können unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Abschnittsübung am Achensee zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend eine funktionierende Zusammenarbeit, klare Kommunikation und eine strukturierte Einsatzführung sind.
Ein großes Lob an die FF Eben am Achensee für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung dieser Übung!
Text: BFV Schwaz / ÖA-Team Theresa Künig
Bilder: BFV Schwaz / ÖA-Team Marcel Kreidl, Theresa Künig und Fabian Woloschyn
Brand einer Holzscheune in Achenkirch
Am 07. März 2026 gegen 21:10 Uhr geriet in Achenkirch eine Holzscheune auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Brand. Das Feuer wurde am Samstagabend frühzeitig entdeckt, woraufhin umgehend Sirenenalarm ausgelöst wurde.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte am Brandort stand ein Teil der Gerätescheune bereits in Flammen. Durch einen rasch eingeleiteten Löschangriff mittels Hochdruckeinrichtung (HD-Angriff) konnte der Brand innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. In weiterer Folge führten mehrere Atemschutztrupps umfangreiche Nachlöscharbeiten durch, um verbliebene Glutnester im betroffenen Gebäude abzulöschen. Zur besseren Brandbekämpfung wurde durch die Atemschutztrupps eine Dachöffnung geschaffen, um den Brand gezielt bekämpfen zu können. Verletzt wurde bei dem Brandereignis glücklicherweise niemand.
Die genaue Brandursache ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen. Brandermittler werden die Untersuchungen am Sonntag zur Klärung der Ursache fortsetzen.
Im Einsatz standen:
FF Achenkirch
FF Achental
FF Schwaz (AB-Atemschutz)
Polizeistreife PI Jenbach
Rotes Kreuz mit zwei RTW
Bilder: FF Achental und FF Achenkirch
Text: BFV Schwaz / Team ÖA Fabian Woloschyn
Neues LFBAW: Technischer Meilenstein für die FF-Achental
Noch bevor die Lichter am Christbaum entzündet wurden, durfte sich die Freiwillige Feuerwehr Achental kurz vor Jahresende 2025 über eine besondere Bescherung freuen: Mit dem neuen Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung, Allrad und Wassertank (LFBAW) wurde ein zentrales Projekt zur Stärkung der Einsatzbereitschaft erfolgreich umgesetzt.
Das moderne Allradfahrzeug aus dem Hause Rosenbauer verbindet hohe Leistungsfähigkeit im Brandeinsatz mit umfangreichen Möglichkeiten der technischen Hilfeleistung und ist optimal auf die Anforderungen im ländlichen und alpinen Einsatzgebiet abgestimmt. Der integrierte Wassertank (1000 Liter) sowie die leistungsstarke Einbaupumpe ermöglichen einen schnellen Erstangriff auch bei eingeschränkter Wasserversorgung. Ergänzt wird dies durch eine umfassende Berge- und Rettungsausrüstung, die rasche und sichere Hilfe bei Verkehrsunfällen, Unwettereinsätzen und technischen Schadenslagen gewährleistet. Mit dem neuen LFBAW verfügt die Feuerwehr Achental über ein modernes, robustes und zukunftssicheres Einsatzfahrzeug, das die Schlagkraft der Feuerwehr nachhaltig stärkt und der Mannschaft zusätzliche Motivation für ihren ehrenamtlichen Dienst verleiht. Dieses neue Feuerwehrfahrzeug ersetzt das alte Löschfahrzeug mit Allrad und Bergeausrüstung (LFA-B) aus dem Jahr 1994, welches im Zuge der Kroatienhilfe des Landes Tirol an die Feuerwehr Trenkovo übergeben wurde.
Die feierliche Segnung des neuen Löschfahrzeugs ist für den Sommer geplant und findet im Rahmen des Feuerwehrnachtfestes am 01. August 2026 in Achenkirch statt.
Technische Daten:
Taktische Bezeichnung: LFBAW
Besatzung: 1:8
Marke: MAN TGM 13.320 TG3 4x4 Euro6
Getriebe:MAN Powermatic Wandler-Automatikgetriebe
Aufbau: Rosenbauer AT3 Facelift
Baujahr: 2025
Ausstattung und Ausrüstung:
Normaldruckeinbaupumpe N15 2000l/min bei 10 bar
C-Schnellangriffsleitung 40 m (formstabil)
Wassertank: 1000l
LED-Lichtmast und Umfeldbeleuchtung
Verkehrsleiteinrichtung am Heck
Stromerzeuger: Rosenbauer RTE PX 14 Basic
Luft- und Stromschnellangriff 400V/230V
2 Stk. Tragbare Akku-LED-Beleuchtungssysteme
Wärmebildkamera
3 Stk. ATS-Geräte 6 l /300 bar
Tragkraftspritze TS12 FOX I
Schaumausrüstung K4 /Z4
Greifzug 1,6t inkl.Zubehör
Rettungssäge, Motorsäge mit Zubehörsatz
Akku-Winkelschleifer,-Bohrmaschine,-Säbelsäge
Schmutzwasserpumpe Mini Chiemsee, Tauchpumpe NAUTILUS
Spineboard,Schleifkorbrtrage
Fensteröffnungsset, etc.
Bericht: Fabian Woloschyn, Team ÖA BFV Schwaz
Bilder: FF-Achental
Abschied nach 32 Jahren: LFA-B nach Kroatien übergeben
Nach 32 Jahren verlässlichen Dienstes bei der Feuerwehr Achental hat für das Löschfahrzeug mit Allrad und Bergeausrüstung (LFA-B) ein neues Kapitel begonnen: Am 16. Jänner 2026 wurde das Fahrzeug im Rahmen der Kroatienhilfe des Landes Tirol feierlich an die kroatische Feuerwehr Trenkova übergeben.
Die Übergabe fand in kleinem Rahmen statt und markierte einen emotionalen Moment für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Achental. Das LFA-B war über mehr als drei Jahrzehnte hinweg ein zentrales Einsatzfahrzeug, das bei zahlreichen Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen, Katastropheneinsätzen und Übungen zuverlässig seinen Dienst versah. Generationen von Feuerwehrmitgliedern wurden auf diesem Fahrzeug ausgebildet, viele prägende Einsätze sind untrennbar mit ihm verbunden. Auch Kommandant außer Dienst und Ehrenmitglied OBI Josef Woloschyn war gekommen um „sein“ Fahrzeug zu verbschieden, welches bei seiner Indienststellung im Jahr 1994 einen enormen Wandel der Einsatzbereitschaft bewirkte.
Im Zuge der Kroatienhilfe unterstützt das Land Tirol seit Jahren Feuerwehren in Kroatien mit ausgemusterten, aber bestens gewarteten Einsatzfahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft der kroatischen Wehren nachhaltig zu stärken und die partnerschaftliche Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zu fördern. Bei der feierlichen Schlüsselübergabe überreichten Vertreter der Feuerwehr Achental, der Gemeinde Achenkirch gemeinsam mit dem Koordinator des Hilfsprojekts Peter Logar, symbolisch den Fahrzeugschlüssel an eine Delegation der Feuerwehr Trenkova. In den Ansprachen wurde nicht nur die technische Bedeutung des Fahrzeugs hervorgehoben, sondern auch der kameradschaftliche Gedanke der europäischen Feuerwehrzusammenarbeit betont. Kommandant OBI Michael Lagger zeigte sich erfreut darüber, dass das Löschfahrzeug der Marke Mercedes nun in guten Händen ist und auch künftig in Kroatien seinen Dienst zum Schutz der Bevölkerung leisten wird. Die Feuerwehr Trenkova brachte ihre Dankbarkeit für die erhaltene Unterstützung zum Ausdruck. Das LFA-B wird dort künftig vor allem im Bereich der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung eingesetzt und stellt eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Fahrzeugflotte dar.
Mit der Übergabe endet für das LFA-B zwar der aktive Dienst in Tirol, sein Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung geht jedoch weiter – nun in Kroatien. Für die Feuerwehr Achental bleibt das Fahrzeug ein Stück gelebter Feuerwehrgeschichte, das nun unter neuer Flagge weiterhin Leben schützt und Hilfe leistet.
Bericht: Fabian Woloschyn, Team ÖA BFV Schwaz
Fotos: FF-Achental
Aus- und Rückblick bei der Jahreshauptversammlung der FF-Achental
Am 9. Januar 2026 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Achental im Gasthof Marie in Achenwald statt. Kommandant Michael Lagger konnte neben den zahlreichen Mitgliedern auch Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes, der Exekutive und der Gemeinde Achenkirch begrüßen.
In seinem Tätigkeitsbericht blickte Kommandant Michael Lagger auf ein arbeitsreiches Feuerwehrjahr zurück. Die FF-Achental zählt derzeit 70 Mitglieder, davon 48 Aktive, 19 Mitglieder außer Dienst, 2 Ehrenmitglieder und 1 Jugendmitglied. Im vergangenen Jahr wurden 27 Einsätze abgewickelt und 32 Übungseinheiten durchgeführt. Der hohe Ausbildungsstand und der starke Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft wurden dabei besonders hervorgehoben. Zu den Höhepunkten des Jahres zählten die erfolgreiche Teilnahme einer Gruppe am Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze in Sillian (Osttirol) sowie die Indienststellung des neuen Löschfahrzeuges mit Bergeausrüstung und Allrad-Wasser (LFBA-W). Mit dem neuen Löschfahrzeug wurde nach einer langen Planungsphase ein zentrales Projekt zur Stärkung der Einsatzbereitschaft erfolgreich umgesetzt.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt der Versammlung bildete die Angelobung eines neuen Mitglieds sowie die Beförderung verdienter Feuerwehrkameraden. In den Grußworten der Ehrengäste wurde die bedeutende Rolle der Freiwilligen Feuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung hervorgehoben, die gute Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen gelobt und der Mannschaft für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt. Abschließend gab der Kommandant einen Ausblick auf das Jahr 2026. Neben den laufenden Einsatz- und Übungstätigkeiten stehen auch mehrere Veranstaltungen auf dem Programm. So findet die Faschingsparty der Feuerwehr am 14. Februar 2026 statt. Ein besonderer Höhepunkt wird das große Sommernachtsfest mit Fahrzeugweihe sein, das von 31. Juli bis 2. August 2026 geplant ist.
Die Jahreshauptversammlung klang in kameradschaftlicher und entspannter Runde aus. Dabei hatten die Mitglieder die Gelegenheit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und gemeinsam auf das kommende Feuerwehrjahr 2026 zu blicken.
Bericht und Foto: Fabian Woloschyn, Team ÖA BFV-Schwaz
Einsatz auf der B181: Zwei Verletzte nach Frontalzusammenstoß
Am 08. Januar 2026 wurden die Freiwilligen Feuerwehren Achenkirch und Achental um 07:50 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Achensee-Bundesstraße B181 alarmiert. Eine Lenkerin war mit ihrem PKW von Achenkirch in Richtung Eben am Achensee unterwegs, als sie auf Höhe des Straßenkilometers 19,700 in einer leichten Rechtskurve auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern geriet. In der Folge kam das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem entgegenkommenden PKW.
Durch den heftigen Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuglenker unbestimmten Grades verletzt. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle wurden diese von der Rettung in das Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert.
Die Feuerwehreinsatzkräfte übernahmen die Absicherung der Unfallstelle, die Verkehrsregelung auf der stark frequentierten Bundesstraße sowie das Sichern der beteiligten Fahrzeuge. Zudem wurden ausgelaufene Betriebsmittel gebunden und die Fahrbahn gereinigt. Nach Abschluss der Aufräumarbeiten konnte die Achenseestraße wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Im Einsatz standen:
FF-Achenkirch
FF-Achental
Rettungsdienst
Notarzt
Polizei
Bericht: Fabian Woloschyn, Team ÖA - BFV Schwaz, Fotos: ZOOM.Tirol DANKE!
Nach Kollision auf der Achenseestraße: Fahrzeuge stürzen Böschung hinunter
Ein einsatzreiches Wochenende liegt hinter der FF Eben am Achensee. Nach einem Garagenbrand am Samstagnachmittag folgte am Sonntag, dem 21. Dezember 2025, die nächste Alarmierung: ein Verkehrsunfall auf der B181 Achenseestraße im Gemeindegebiet von Eben am Achensee.
Bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle wurden nähere Details bekannt. Entgegen der Erstmeldung handelte es sich nicht um einen, sondern um zwei beteiligte Pkw, die nach einer Kollision in einer leichten Kurve mehrere Meter von der Fahrbahn abkamen und in den Straßengraben stürzten. Aus medizinischer Sicht verlief der Unfall glimpflich: Von den vier beteiligten Insassen erlitt lediglich eine Person leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst versorgt.
Deutlich anspruchsvoller gestaltete sich die Bergung der Unfallfahrzeuge, da sich die Einsatzstelle über eine größere Distanz erstreckte. Zwischen den beiden im Graben liegenden Fahrzeugen lagen mehr als 200 Meter. Neben den Standardmaßnahmen – Sicherung der Fahrzeuge gegen weiteres Abrutschen sowie Aufbau eines Brandschutzes – erfolgte die Bergung in enger Zusammenarbeit mit einem Bergeunternehmen.
Bei einem der Unfallwracks musste zusätzlich die Fahrzeugwinde des Rüstfahrzeugs eingesetzt werden, da eine Bergung aus der Tiefe andernfalls nur schwer möglich gewesen wäre. Für die Dauer der Arbeiten musste die B181 zeitweise vollständig gesperrt werden.
Rund zwei Stunden nach der Alarmierung konnten die 18 eingesetzten Feuerwehrmitglieder mit insgesamt vier Fahrzeugen wieder in das Gerätehaus einrücken.
Text und Bilder: HBI Daniel Paulitsch, FF-Eben am Achensee
Vorbildliches Handeln verhindert Schlimmeres: CO₂-Austritt in Maurach am Achensee
Am 14. September 2025 um 20:16 Uhr wurde die Feuerwehr Eben am Achensee mittels Pager- und Sirenenalarm zu einem Gefahrstoffunfall im Ortsgebiet von Maurach gerufen. Ein aufmerksamer Mitarbeiter eines Gastronomiebetriebes hatte zuvor die akustische Alarmierung der im Keller installierten CO₂-Warnanlage bemerkt. Da eine Deaktivierung nicht mehr möglich war und eine Fehlauslösung somit ausgeschlossen werden konnte, handelte der Mitarbeiter vorbildlich: Er alarmierte die Feuerwehr über den Notruf und evakuierte das gesamte Restaurant.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der FF Eben am Achensee herrschten dadurch nahezu ideale Einsatzbedingungen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz führte sofort Messungen im Kellerbereich durch und konnte tatsächlich eine erhöhte CO₂-Konzentration in Bodennähe feststellen. Die Gefahr besteht darin, dass das schwerere Gas den lebensnotwendigen Sauerstoff verdrängt. Alle CO₂-Flaschen wurden umgehend aus dem Keller ins Freie gebracht. Anschließend sorgten Belüftungsmaßnahmen mit speziellen Geräten für eine rasche Entwarnung. Bereits nach rund 30 Minuten konnten die Gäste – wenn auch etwas verspätet – ihre Speisen fortsetzen.
Unterstützt wurde die Feuerwehr Eben durch die FF Jenbach mit zusätzlichen Messgeräten, das Rote Kreuz mit RTW und Einsatzleiter sowie durch eine Polizeistreife. Nach etwa 40 Minuten war der Einsatz beendet und die volle Einsatzbereitschaft aller 40 eingesetzten Kräfte wiederhergestellt.
Ein besonderer Dank gilt dem besonnenen und raschen Handeln der Verantwortlichen vor Ort sowie der gewohnt hervorragenden Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen.
Bilder: ZOOM-Tirol, FF-Eben am Achensee
Text: HBI Daniel Paulitsch, FF-Eben am Achensee
120 Jahre FF Eben am Achensee – Feuerwehrfest 2025 mit Segnung des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs
Am 12. Juli 2025 war es so weit: Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eben am Achensee feierten mit großer Freude und Stolz ein ganz besonderes Jubiläum – das 120-jährige Bestehen ihrer Wehr.Im Rahmen eines feierlichen Festakts wurde das neue Mannschaftstransportfahrzeug mit Allradantrieb (MTFA) gesegnet und ein bisher einmaliger Moment in der Geschichte der Feuerwehr begangen: die erstmalige Ernennung eines Feuerwehrarztes.
Zahlreiche Feuerwehrabordnungen aus dem gesamten Abschnitt Achental sowie benachbarte Wehren aus Jenbach und Wiesing waren der Einladung gefolgt. Ebenso nahmen Vertreter anderer Blaulichtorganisationen, viele Ehrengäste und Mitglieder der Bevölkerung an den Feierlichkeiten teil. Der Festakt fand am Vorplatz des Gerätehauses in Eben am Achensee statt.
Die Segnung des neuen MTFA wurde von Pfarrer Georg Schödl vorgenommen, der den feierlichen Akt mit großer Würde und persönlichem Engagement gestaltete.
Unter den Ehrengästen befanden sich Landtagsabgeordneter Mag. Dominic Mainusch, Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler, Bürgermeister Martin Harb sowie zahlreiche Gemeinderäte, Fahrzeug- und Fahnenpatinnen und viele weitere Unterstützer und Freunde der Feuerwehr.Durch das Programm führte Kommandant HBI Daniel Paulitsch, der gemeinsam mit den Ehrengästen einen historischen Moment feiern durfte: Zum ersten Mal in der 120-jährigen Geschichte der FF Eben am Achensee wurde ein Mitglied offiziell zum Feuerwehrarzt ernannt – Dr. Bernhard Spitzer. Herzliche Gratulation!
Nach den Ansprachen der Ehrengäste folgte eine Defilierung der anwesenden Feuerwehren mit dem neu gesegneten MTFA vor dem Gemeindehaus. Musikalisch begleitet wurde der Festzug von der Bundesmusikkapelle Eben am Achensee – ein eindrucksvolles Bild, das allen Anwesenden in Erinnerung bleiben wird.Im Anschluss an den Festakt begann das Feuerwehrfest, das den Auftakt zu einem langen, kameradschaftlichen und ereignisreichen Tag bildete.
Die Freiwillige Feuerwehr Eben am Achensee bedankt sich herzlich bei allen Gästen, Mitwirkenden, Spendern und Unterstützern für ihre Teilnahme und die wertvolle Begleitung dieses besonderen Jubiläums.
Ein besonderer Tag – unzählige Momente und Eindrücke, im Schnelldurchlauf in 1:15min: https://youtu.be/o5rFGnbRZZ0
Text und Fotos: HBI Daniel Paulitsch, Kommandant FF Eben am Achensee
Anspruchsvolle Einsatzübung von Feuerwehr und Rotem Kreuz auf der B181 Achenseebundesstraße
Wiesing/Eben am Achensee – Am 07. Juli 2025 stellten sich die Feuerwehren Wiesing und Eben am Achensee sowie das Rote Kreuz Achensee/Schwaz einer herausfordernden Einsatzübung auf der B181 Achenseebundesstraße im Bereich der Kanzelkehre. Ziel war die realitätsnahe Bewältigung eines schweren Verkehrsunfalls mit Fahrzeugabsturz in unwegsamem Gelände.
Das Übungsszenario hatte es in sich: Ein Pkw war von der Fahrbahn abgekommen und einen steilen Abhang hinuntergestürzt. Drei Personen galten als betroffen – zwei davon waren im Fahrzeug eingeklemmt. Erschwert wurde die Rettung durch die steile Hanglage und starken Dauerregen, der die Bedingungen zusätzlich verschärfte.
Die Freiwillige Feuerwehr Wiesing übernahm die Absicherung der Unfallstelle, den Brandschutz sowie die Absicherung des Unfallfahrzeugs. Zeitgleich arbeitete die Feuerwehr Eben am Achensee mit hydraulischem Rettungsgerät an der Befreiung der eingeklemmten Personen. Die Drehleiter der FF Eben wurde eingesetzt, um die geretteten Personen aus dem unwegsamen Gelände zu bergen. Die medizinische Erstversorgung erfolgte durch das Rote Kreuz Achensee/Schwaz.
Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen im Einsatz, darunter vier Fahrzeuge der Feuerwehr Eben am Achensee.
Trotz der widrigen Wetterbedingungen verlief die Übung reibungslos und ohne Zwischenfälle. Die enge und professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen unterstrich die Bedeutung regelmäßiger gemeinsamer Übungen für einen koordinierten Einsatz im Ernstfall.
Die abschließende Nachbesprechung fand – wetterbedingt – in einem nahegelegenen Gasthaus statt. Auch die Bürgermeister der Gemeinden Wiesing und Eben am Achensee nahmen daran teil und zeigten sich beeindruckt vom hohen Engagement und der Professionalität ihrer Einsatzorganisationen.
Fazit: Eine äußerst gelungene Übung, die nicht nur die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte weiter stärkte, sondern auch eindrucksvoll bewies, dass die Rettungsorganisationen im Achenseeraum optimal auf gemeinsame Großeinsätze vorbereitet sind.
Bericht: HBI Daniel Paulitsch, Kommandant Freiwillige Feuerwehr Eben am Achensee