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Dienstag, 14 April 2026 06:41

Großübung im Brettfalltunnel: Realitätsnahes Szenario erfolgreich abgearbeitet

Am 10. April 2026 fand im Brettfalltunnel eine großangelegte Einsatzübung mit mehreren Feuerwehren. Ziel der Übung war es, das koordinierte Vorgehen bei einem Tunnelbrand unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

Gegen 19:11 Uhr wurden die Feuerwehren Schlitters, Strass im Zillertal, Wiesing, Jenbach, Fügen und Uderns sowie die Bezirkszentrale zu einem Fahrzeugbrand im Brettfalltunnel alarmiert. Bereits bei der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung erkennbar, die insbesondere am Nordportal in Wiesing deutlich sichtbar war. Aufgrund des starken Verkehrs befanden sich mehrere Fahrzeuge im Tunnel, deren Insassen durch die Situation zum Anhalten gezwungen wurden.

Einsatzleiter, Kommandant der Feuerwehr Schlitters Fabian Unterweger, ließ umgehend alle eingesetzten Kräfte mit Sauerstoffschutzgeräten (SSG) ausrüsten. Mehrere Trupps rückten daraufhin zur Brandbekämpfung sowie zur Menschenrettung in den Tunnel vor. Trotz der schwierigen Bedingungen – insbesondere durch die starke Rauchentwicklung und die eingeschränkte Sicht – konnten die eingeschlossenen Personen rasch lokalisiert und in weiterer Folge gerettet werden.
Auch Bezirksfeuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter, sein Stellvertreter Herbert Eibl, Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler sowie die Abschnittskommandanten der Abschnitte Fügen und Jenbach waren vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen und die Übung zu begleiten.

Die Einsatzleitung wurde auf mehrere Bereiche aufgeteilt: Am Nordportal wurde die Bezirkszentrale zur Lageführung eingerichtet. Für die Lageführung der Gesamt-Einsatzleitung war die Feuerwehr Uderns am Südportal zuständig. Eine weitere Lageführungseinheit wurde beim Fluchtstollen positioniert, um eine bestmögliche Koordination aller eingesetzten Kräfte sicherzustellen.
Im Verlauf der Übung konnten alle verletzten Personen erfolgreich gerettet sowie das in Brand geratene Fahrzeug gelöscht werden. Abschließend wurde der Tunnel umfassend belüftet, um ihn wieder rauchfrei zu bekommen. Die Übung wurde gegen 20:22 Uhr erfolgreich beendet.

Insgesamt standen 17 Fahrzeuge mit 103 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Seitens der Polizei waren 2 Fahrzeuge mit 6 Beamten beteiligt. Zudem war die Gemeindeeinsatzleitung mit einer Person vertreten sowie der Rettungsdienst mit einem Einsatzleiter vor Ort.

Die Übung zeigte eindrucksvoll die hohe Einsatzbereitschaft sowie die professionelle Zusammenarbeit der eingesetzten Organisationen und unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger und praxisnaher Übungen im Tunnelbereich.

Text: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kammerlander
Fotos: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kammerlander & Stefan Schwaiger

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