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Sonntag, 12 April 2026 22:56

Großeinsatz am Achensee: Explosion löst Übungsszenario mit 13 Vermissten aus Empfehlung

„Brand durch Explosion im Gebäude, mehrere Personen vermisst“ ,  so lautete die Einsatzmeldung zur groß angelegten Abschnittsübung, die vergangenen Samstag am Achensee stattfand. Die Alarmierung erfolgte um 13:58 Uhr.

In diesem Jahr wurde die Übung von der FF Eben am Achensee ausgerichtet. Ziel war es, das Zusammenspiel mehrerer Feuerwehren unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

Angenommen wurde eine Explosion in der Abbundhalle einer Zimmerei, die in weiterer Folge einen Brand auslöste. Insgesamt galten 13 Personen als vermisst.

Es standen 7 Feuerwehren mit 15 Fahrzeugen und 84 Mann im Einsatz.

Die Einsatzleitung übernahm der Kommandant der Feuerwehr Eben, Daniel Paulitsch, mit Unterstützung des Abschnittskommandanten Achental, Helmut Künig. Im Fokus stand die Menschenrettung: Mehrere Atemschutztrupps waren im Einsatz, um vermisste Personen in der stark verrauchten Halle zu lokalisieren und zu bergen. So musste unter anderem eine unter einem Stapler eingeklemmte Person schonend befreit werden. Zusätzlich galt es, eine Person aus einer Hackmaschine zu retten sowie eine anspruchsvolle Tiefenbergung durchzuführen. Dafür wurde die Feuerwehr Schwaz mit dem SRF eingesetzt. Darüber hinaus mussten Personen vom Dach eines Spänesilos gerettet sowie eine weitere Person aus exponierter Lage geborgen werden. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte dabei von der Feuerwehr Jenbach mit der Teleskopmastbühne. Diese Aufgaben erforderten präzises Arbeiten und ein hohes Maß an Abstimmung zwischen den eingesetzten Kräften.

 Parallel zu den Rettungsmaßnahmen wurde eine umfassende Wasserversorgung aufgebaut, um den Brand zu bekämpfen und umliegende Gebäude zu schützen. Aufgrund der Lage wurde zusätzlich die Bezirkszentrale Schwaz nachalarmiert, um die Einsatzleitung zu unterstützen.

Auch das Rote Kreuz war mit 2 Fahrzeugen und 6 Einsatzkräften vor Ort und übernahm die Versorgung der Verletzten.

Unter der Beobachtung des Bezirks-Feuerwehrinspektors Stefan Geisler sowie des Bezirks-Feuerwehrkommandant Stellvertreters Herbert Eibl konnten alle Übungsszenarien erfolgreich abgearbeitet werden. Die Übung bot allen Beteiligten eine wertvolle Möglichkeit, ihr Können unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Abschnittsübung am Achensee zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend eine funktionierende Zusammenarbeit, klare Kommunikation und eine strukturierte Einsatzführung sind.

Ein großes Lob an die FF Eben am Achensee für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung dieser Übung!

 

Text: BFV Schwaz / ÖA-Team Theresa Künig

Bilder: BFV Schwaz / ÖA-Team  Marcel Kreidl, Theresa Künig und Fabian Woloschyn

 

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