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Donnerstag, 31 August 2023 09:42

Hochwassereinsatz forderte die Feuerwehren im Bezirk Schwaz

Bereits am Wochenende des 26. und 27. August gab es von Seiten des Land Tirols und diverser Wetterdienste eine Unwettervorwarnung für Montag, den 28.08.2023. Laut Prognosen konnte von einem 30-jährigen Hochwasser ausgegangen werden. Die Gemeinden und Feuerwehren des Bezirkes bereiteten sich daraufhin auf einen einsatzreichen Montag vor.

 Bereits am Montagmorgen bestätigten sich die ersten Vorwarnungen. Bezogen auf den Bezirk Schwaz war in der ersten Tageshälfte vor allem das hintere Zillertal von den Unwettern betroffen. Neben zahlreichen überfluteten Kellern trat die Zemm an einigen Stellen über das Ufer und sorgte für Überschwemmungen. Parallel dazu kam es zu mehreren Überflutungen entlang des Zillers und einigen Bächen im Bereich Zillertal. Ebenfalls stieg der Pegel des Gießenbachs in Jenbach.

Aufgrund der steigenden Pegel entlang des Inn und des Zillers entschied sich der Bezirksfeuerwehrverband Schwaz um 09:00 Uhr den Bezirksführungsstab zu aktivieren.

Während die Bezirkszentrale die Funkkommunikation und Informationsgewinnung übernahm, sorgte der BFüSt für Alarmierung der Feuerwehren und diente als Bindeglied zwischen der Bezirkseinsatzleitung, den Gemeindeeinsatzleitungen und den Feuerwehren.

Die eingesetzten Feuerwehren errichteten den Hochwasserschutz entlang der Bachzuläufe, sperrten gefährdete Straßenzüge und versuchten die entlang des Inn gelegenen Gebäude bestmöglich mit Sandsäcken zu schützen. Die Feuerwehren halfen sich untereinander aus und so konnten die massiv betroffenen Feuerwehren von Nachbarfeuerwehren unterstützt werden. Unterstützung bekamen die Feuerwehren auch von angesiedelten Betrieben und Freiwilligen.

Die Schutzmaßnahmen konnten bis ca. 17:00 Uhr und somit knapp vor dem prognostizierten Wasserhöchststand um 18:00 Uhr abgeschlossen werden.

Mit 19 Uhr konnte leichte Entwarnung gegeben werden, da die Pegelstände leicht rückläufig waren und die Prognosen keine Verschlechterung in den nächsten Stunden vorhersahen. Einzelne Feuerwehren waren die ganze Nacht unterwegs und arbeiteten dringliche Einsätze ab.

Ab 5 Uhr Früh wurden weitere Einsätze abgearbeitet und es konnte begonnen werden, bereits einen Teil der getroffenen Maßnahmen wieder aufzuheben. Bis Dienstagabend konnten von den 27 eingesetzten Feuerwehren insgesamt 132 Einsätze abgearbeitet werden. Insgesamt waren knapp 550 Mitglieder mit 70 Fahrzeugen im Einsatz.

Für Details zu den einzelnen Einsatzgebieten und den einzelnen Feuerwehren, verweisen wir an dieser Stelle auf die Homepage bzw. den Social Media Auftritt der jeweiligen Ortsfeuerwehr.

Der Bezirksfeuerwehrverband Schwaz möchte sich nochmals für die professionelle Arbeit bei allen beteiligten Feuerwehren, Behörden, befreundeten Blaulichtorganisationen, eingesetzen Firmen und Freiwilligen bedanken. Ohne jeden einzelnen wäre es nicht möglich gewessen, dieses Ereigniss so abzuwenden.

 

Fotos: FF Fügen, FF Jenbach, FF Mayrhofen, FF Schwaz, FF Tux, sowie BFV Schwaz

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