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Das Atemschutzfahrzeug - ASF

Das Atemschutzfahrzeug - ASF (Bild: FF Schwaz)

Um bei Großbränden genügend Reserveflaschen vor Ort zu haben wurde vom BFV-Schwaz ein Atemschutzfahrzeug bei der Feuerwehr Schwaz stationiert. In diesem befinden sich 45 Stahl- und 12 Compositflaschen.

 

Zusätzlich kann noch ein Rollwagen mit extra Flaschen über eine Rampe aufgeladen werden. Damit stehen den Einsatzkräften vor Ort dann 100 Stahl- und 30 Compositflaschen zur Verfügung.

 

Natürlich befinden sich nicht nur Flaschen sondern auch 6 dazugehörigen Atemschutzgeräte im Fahrzeug. Damit können am Einsatzort die Kameraden auch mit 2 Trupps unterstützt werden.

 

Ist auch diese Masse an Flaschen vor Ort noch zu wenig, werden die Einsatzkräfte zuerst von den Kameraden aus Mayrhofen mit den dort gelagerten Flaschen unterstützt und in zweiter Instanz werden mit dem LAST Schwaz bereits die ersten leeren Flachen von der Einsatzstelle abgeholt und zum Füllen nach Schwaz gebracht.

Für die Alarmierung des ASF hat jedes der 20 Mitglieder der Füllstation die Schleife „ATS Füllstation“ auf den Pagern programmiert.

 

 

Beispiel Großbrand Gerlos

Als gutes Beispiel für die Notwendigkeit des ASF und die Arbeit der Füller gilt der Großbrand in Gerlos am 19. Jänner 2014.

Um 03:23 Uhr brach dort im Dachbereich eines Hotels ein Feuer aus. Um die Versorgung mit Atemschutzflaschen sicher zu stellen wurde seitens der Leitstelle Tirol bereits um 03:38 Uhr beim Einsatzleiter nachgefragt, ob das ASF Schwaz alarmiert werden soll - was dann auch umgehend getan wurde. Auch der LAST der Feuerwehr Schwaz musste einmal leere Flaschen holen und volle liefern, um genügend Reserve vorrätig zu haben.

Auch als eine gute strategische Einrichtung, hat sich das Atemschutzflaschenzwischenlager bei der Feuerwehr in Mayrhofen bewährt. Diese haben ebenfalls sofort reagiert, und die Luftflaschenreserve in kürzester Zeit vor Ort nach Gerlos gebracht. Die Zusammenarbeit zwischen Schwaz und Marhofen war, wie immer vorbildlich!

„Brand aus“ konnte um 11:40 Uhr gegeben werden und die Feuerwehren rückten wieder in die Gerätehäuser ein.

Jedoch war der „Arbeitstag“ für die Schwazer Füller noch lange nicht beendet. Parallel zum Einsatz starteten einige von ihnen schon um 08:00 Uhr mit dem Füllen der Flaschen bis schließlich kurz nach 17:00 Uhr die letzte Atemschutzflasche voll war.

Das heißt, diejenigen, die bereits mit dem ASF nach Gerlos ausrückten standen von 03:38 Uhr bis 17:00 Uhr im Einsatz – 13 Stunden und 22 Minuten und das freiwillig.

 

Ein enormer Aufwand, der nur dank unzähliger freiwilliger Helfer überhaupt erst möglich ist.

 

Insgesamt wurden 136 Stahlflaschen und 36 Compositflaschen verbraucht und am selben Tag wieder gefüllt.

 

 

Text und Bilder: Dominik Böck | ÖA BFV-Schwaz und FF Schwaz

 
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